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Weihnachtsbräuche in Italien
Geschrieben von: Fiorina Libardi   
Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 20:03 Uhr

Eine der wichtigsten Traditionen zu Weihnachten in Italien ist ohne Zweifel die Krippe. Die älteste erhaltene Krippe der Welt, geschaffen von dem   Bildhauer Arnolfo di Cambio im 13. Jahrhundert, befindet sich in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom. Der Krippenbau hat sich im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert weiterentwickelt, vor allem in Rom, Neapel, Genua und Sizilien. Die römischen Adligen stellten aufwändige Krippen auf, die an den Feiertagen vom Volk besichtigt werden konnten.

Auch die „Zampognari“ gehören in Italien zu den typischen  Weihnachtsbräuchen. „Zampognari“, ursprünglich Hirten, sind Musiker in traditionellen Kostümen, die einst aus den Abruzzen kamen. Auf ihren typischen, jahrtausendealten Instrumenten („Zampogna“ – eine Art Dudelsack - oder der  „Ciaranella“ – Schalmei -) spielen sie alte Melodien.

Am 24. Dezember geht man zur Mitternachtsmesse und um 24.00 Uhr wird das Christkind in die Krippe gelegt. Am 6. Januar feiert man das Fest der „Befana“; die „Befana“ kann man nicht als eine Hexe beschreiben, sondern eher als eine ziemlich gruselig aussehende alte Frau. Sie bringt den „lieben“ Kindern Spielsachen und Süßigkeiten. Die „bösen“ Kinder kriegen „Kohle“ (natürlich etwas Süßes). Die Geschenke werden in am Kamin bereit gelegte Socken oder Stiefel gelegt.

Auch gibt es in Italien typische Essgewohnheiten an Weihnachten. Nach alter Tradition wird am 24. Dezember - Heiligabend - nur Fisch gegessen. In Neapel ist es  Brauch, Aal zu essen. Auch wenn jede Region ein spezielles Menü hat, sind Lamm und Pute am 25.12. fast ein Muss und als Dessert sind der Pandoro oder der Panettone nicht wegzudenken.

 

 
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