| Kindergarten oder Babyparking |
| Geschrieben von: Peggy Frohberg | |||
| Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 20:41 Uhr | |||
|
Wenn man in Licola wohnt, will man auch keine Weltreise machen, um den perfekten Kindergarten zu finden. Wer schon Große hat, weiß, wie die viele Fahrerei nerven kann. Angeschaut haben wir uns Vieles, aber das Richtige war eben nicht dabei. Vor allem das Wort Babyparking ließ uns alle Hoffnung schwinden. Einfach nur Kind abgeben und wieder abholen, wenn es einem passt, ohne Konzept oder zeitlichen Rahmen. Aus Deutschland sind wir gewohnt, dass die Kinder erst einmal im Morgenkreis zusammen sitzen und sich auf den Tag einstimmen. Ihre Rituale mit gemeinsamen Frühstück, Spielzeiten draußen im Freien (auch bei schlechtem Wetter), ausgewogenes Mittagessen und, nicht zu vergessen, der Mittagsschlaf. Alles das hatten wir uns für unsere Kinder hier auch gewünscht, aber Babyparking kommt dabei gar nicht in Frage. Hier sind Kindergarten und Grundschule in einem Gebäude. Mit einem Turnraum, Musikzimmer, eigener Küche und einem Pausenhof, wo auch die Kleinen entsprechende Spielgeräte haben. Gegenüber ist sogar ein Garten bzw. eine Wiese, die für besondere Feste genutzt wird. Im Sommer werden dort Pools und Klettergerüste für das Sommercamp aufgestellt.
Nebenan gibt es noch das Esszimmer und den Schlafbereich. Viele kleine Bettchen stehen hier nebeneinander, und wir fragen uns jedes Mal, wie das alles so funktioniert. Aber unsere Kinder werden ausgeschlafen und satt abgeholt. Punkto Essen: Natürlich hat der Kindergarten eine eigene Küche, mit ständig wechselnden Menüs. Auch die Kleinen dürfen schon zwischen zwei Gängen wählen.
|
Natürlich ist es im Ausland nicht so einfach, das Richtige für unsere Kinder zu finden. Gerade für die kleinen 3-Jährigen fällt es so mancher Mama nicht leicht, sich zu lösen. In Deutschland ist alles geregelt, aber hier ist man für so manchen Tipp dankbar.
Für ca. 16 Kinder sind hier vier Erzieherinnen zuständig. Alle sind sehr nett und versuchen, trotz Sprachbarriere unseren Kleinen ein nettes „zu Hause“ zu bieten.