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Empfohlen wurde mir das Buch von einem „ehemaligen“ Neapolitaner – Konteradmiral Gottfried Hoch, der hier in der Zeit von Dezember 1994 bis Oktober 1997 deutscher Kontingentführer war (vergleichbar mit dem heutigen Dienstposten Leiter Dt. Delegation). Heute ist Konteradmiral Hoch Stellvertretender Befehlshaber der Flotte. Allein wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, mir überhaupt dieses Buch zu kaufen, denn ich fühle mich etwas in die Zeit meiner Eltern, bzw. Großeltern zurückversetzt, wenn ich dieses Buch lese. Kein Wunder, denn dieses Buch erschien in seiner Erstauflage bereits 1957! Wir Deutschen entdeckten unsere Reiselust neu und das Wunschziel all derer, die es sich leisten konnten, war Bella Italia. Die Wohnwagen rollten Richtung Brenner. Die mittlerweile 16. Auflage ist nun die, in der ich immer wieder über die Reise nach Neapel lese – oder besser immer noch. Es fängt an mit „con un fiasco di vino un po’ d’italiano“ – hätte ich allerdings immer den Wein dazu getrunken, wie vom Autor als „Zungenlöser“ empfohlen, wäre mein Alkoholkonsum enorm gestiegen. Es geht also auch ohne Wein! Am Brenner losgefahren geht es über Verona nach Venedig, von Padua über Bologna bis Florenz, von San Gimignano bis Assisi, Rom und dann bis nach Neapel. Auf dem Weg dorthin wird in einer Leichtigkeit über die Städte berichtet, dass man eigentlich gleich Lust hat aufzubrechen – aber nicht ohne Italienisch zu lernen. Angefangen mit einzelnen Worten, die durch italienische ersetzt werden, geht es später zu ganzen Sätzen und Passagen über. Begleitet von Lautschrift und Erklärungen wird man langsam in Richtung Süden zu dem gebracht, was keinem von uns hier fehlen darf: Wir lernen die Grundkenntnisse der Sprache, und vor allem lernen wir zusammenhängende Sätze so auszusprechen, dass ein Italiener uns verstehen kann. Außerdem werden die einzelnen Städte mit ihren historischen Hintergründen, sowie mit nennenswerten Highlights vorgestellt. Weiterhin wird über Umgangsformen, Gebräuche und die typisch italienische Lebensart berichtet. Warum soll ich ausgerechnet den Apotheker im Ort nach dem besten Restaurant fragen? Nicht alles von dem, was im Buch beschrieben wird, mag heute für uns noch aktuell sein, aber vieles hat im traditionsbewussten Italien immer noch seine Bedeutung. Insgesamt ein Buch, wie es umfangreicher nicht sein könnte: Sprachführer, Wörterbuch und ein etwas älterer, aber charmanter Reiseführer. Das Buch ist im Bestand der Bücherei vorhanden! Reinhard Raffalt, Eine Reise nach Neapel oder e parlare italiano, Prestel Verlag.
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