| Peter und die Turnierpferde - Bücher über Hierarchien in der Arbeitswelt |
| Geschrieben von: Nadja Robien | |||
| Dienstag, den 11. November 2008 um 12:02 Uhr | |||
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Kennt Ihr das Peter-Prinzip? Es ist ein wirklich interessantes Phänomen, das in sozialen Systemen, wie z. B. am Arbeitsplatz, jedoch auch in allen anderen, ebenso nicht monetären, hierarchisch organisierten Gruppen auftaucht. Sein Erfinder, Laurence J. Peter, ein kanadischer Pädagoge - daher auch das Peter-Prinzip - sieht die Hierarchie der Unfähigen zwar satirisch, jedoch nicht ohne uns durch provokant realistische Beispiele aus dem Alltag zu irritieren. Die Rede ist von Pseudobeförderungen auf Lamettaposten, und bedrückend wirklichkeitsnah – wir kennen diese Fälle alle – von kompetenten Fachkräften, die nicht wirklich die geborenen Menschenführer sind. Zum Show Down kommt es dann durch die Formel des Reifegrads der Unfähigkeit, die nachweist, wann die Handlungsunfähigkeit einer Organisationseinheit bevorsteht. „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“ „...die eigentliche Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben...“ „Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgaben zu erfüllen.“ „...Protektion ist besser als Ehrgeiz...“ Quelle Zitate: http://www.kbs.uni-hannover.de/Lehre/SWTG/DasPeter-Prinzip.pdf Buchtipps zum Thema:Laurence J. Peter u. a.: „Das Peter Prinzip“; Mit einer gehörigen Portion Humor beleuchten die Autoren in diesem, bereits 1969 erschienenen Buch, das Gesetz des Aufstiegs bis zur Unfähigkeit, das regelmäßig dazu führt, das inkompetente Mitarbeiter in Top-Positionen gelangen können. Robert L. Sutton: „Der Arschloch-Faktor“; Wer sich von der drastischen Titelfindung des Autors nicht abschrecken lässt und weiss, dass Robert L. Sutton einer der weltweit renommiertesten Professoren für Science und Engineering der Stanford University ist, weiß was er bekommen wird und wie ernst es Sutton trotz seines launigen Erzählstils und seiner persönlichen Erlebnisse ist. Manfred F. R. Kets de Vries: “Führer, Narren und Hochstapler”; Auch hier wieder ein plakativer Titel, der nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen sollte. Kets de Vries ist Psychoanalytiker und Professor am Centre for Clinical Organization & Leadership Studies in Fontainebleau Cidex, Frankreich, und klärt in verständlicher und oft überraschender Form über Hintergründe und Abgründe menschlichen Führungshandelns auf. Wolfgang Schur/Günter Weick: „Da waren’s nur noch neun“. Im amerikanischen Erzählstil geschriebenes Sachbuch in Episodenform, das leicht, ironisch und unterhaltsam darstellt, wie man engagierten Leistungsträgern schnell und gezielt die Motivation nehmen kann. Howard Gardener u. a.: „Good work“; Dieses Buch beschreibt eindrucksvoll, wie eine neue Ethik im Beruf und im respektvollen Umgang miteinander, dazu beitragen kann, herausragende Leistungen und verantwortliches Handeln auch bei Mitarbeitern zu erkennen und zu fördern, die möglicherweise auf den ersten Blick weniger „flashy“ sein mögen (die von mir erwähnten Arbeitspferde), als diejenigen, die sich gerne der Hilfsbereitschaft und Kompetenz ihrer Kollegen bemächtigen und mit einem Minimum an eigener Substanz trotzdem immer ganz vorne stehen, wenn es darum geht, Lob zu empfangen (die sogenannten Turnierpferde). Ein Buch, das Mut macht, geschrieben von drei amerikanischen Entwicklungspsychologen/ Intelligenzforschern. Also……, sapere aude! Wer noch mehr dazu lesen/wissen möchte, darf mir gerne eine Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) schicken. Viel Spaß und hilfreiche Erkenntnis!
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