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Villa Oplontis oder Villa di Poppea
Geschrieben von: Peggy Frohberg   
Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 20:44 Uhr

Ein Ausflug mit dem Deutsch-Italienischen Verein. Die Associazione Italo-Germanica-Napoli wurde 1971 durch einen Germanistik-Professor gegründet. Zum Verein gehören etwa 70 Mitglieder und Sympathisanten, die je zur Hälfte Italiener und Deutsche sind. Dabei soll die Freundschaft, das gegenseitige Verstehen und Kenntnisse über unsere Länder gefördert werden. Das locker aufgestellte Jahresprogramm umfasst Ausflüge, Besichtigungen, gelegentliche Vorträge, für die immer eine fachkundige Führung für gesellige Treffen organisiert wird. Da Gäste immer herzlich willkommen sind, ist das eine gute Gelegenheit, seine Italienisch-Kenntnisse aufzufrischen.
Ab Piazza Garibaldi ging es los. Pünktlich um 10.00 Uhr, man kann es kaum glauben, mit der Circumvesuviana nach Torre Annunziata. Diese Gegend lädt nicht gerade dazu ein, hier zu verweilen. Mittlerweile sind viele Neubaugebiete entstanden. Die Vorstellung von einer Villa, gebaut vor 2000 Jahren, weckt die Neugierde.

Kaum 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof sind wir auch schon da. Mit der Artecard ist der Eintritt hier günstiger. Mittlerweile haben sich auch die letzten Mitglieder eingefunden, und der Führer erzählt (natürlich in Italienisch) die Geschichte, wie alles begann…

Eigentlich ist es nicht nur eine Villa, die wir hier sehen können, nein es ist eine kleine Stadt, die sich hier angesiedelt hatte. Gedacht als Landsitz und Zufluchtsort vom städtischen Pompeji. Damals am Meer gelegen und nur 3 km von Pompeji entfernt. Hier war nicht nur der Prachtbau von Poppea, der zweiten Frau Neros, ein luxuriöses Privatdomizil. Hier wurden auch Wein und Öl hergestellt. Dazu gehörten öffentliche Gebäude und ein Thermalbad. Aufgrund der Küstennähe und des gesunden Klimas konnte man hier Körper und Geist entspannen, fernab vom hektischen Treiben Pompejis. Imposante Malereidekorationen und die Weißmarmor-Skulpturen in den Gartenanlagen und am Schwimmbad sind typisch für die Patriziervillen.
Natürlich war es für uns schwer, die Führung auf Italienisch zu verstehen, dennoch war es ein gelungener Ausflug.

 
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