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Am Pfingstsonntag beschlossen wir, meine Ehefrau Christine und ich (Hans Jakobi), italienische Kulturgüter in der Nähe unseres Wohnortes FUSARO anzusehen. Auf dem Hügel oberhalb der Thermen von BAIA soll die Sommerresidenz von Julius Caesar liegen. Da dies nur 2 km von unserem gemieteten Haus entfernt liegt, sollte dies unser erster Besichtigungsort werden. Leider gibt es an der Straße "Bella Vista" keine Hinweisschilder auf die Villa. Also mussten wir uns durchfragen. Auf der höchsten Stelle des Hügels liegt die alte römische Villa, die im 2. Jahrhundert vor Christus entstand und bis ins 3. Jahrhundert nach Christus immer wieder umgebaut und modernisiert wurde, je nach den Ansprüchen und Bedürfnissen ihrer Besitzer. Nach Tacitus war auch Julius Caesar Inhaber dieser Sommerresidenz über BAIA.
Aus Richtung FUSARO kommend, in die Via Bella Vista einbiegen und dann die 3. Einfahrt auf der linken Seite nehmen. Aus parktechnischen Gründen wird empfohlen, das Auto an der Via Bella Vista stehenzulassen und die ca. 2 km bergauf zu Fuß zu gehen. Seit 1996 ist das Gelände um die Sommerresidenz zum Naturschutzgebiet erklärt worden, weshalb mittlerweile einiges der Villa zugewachsen ist, und sie von unten nicht zu sehen ist (aber auf Google Map). Neben dem Bruchteil der Villa, der ausgegraben ist, kann man auch noch eine Zisterne aus dem 1.Jahrhundert vor Christus bewundern und ein Museum besichtigen, wenn es denn geöffnet ist. Als Christine und ich per Fußmarsch den Eingang zur Villa erreichten, stellten wir fest, dass das Tor mit einem stabilen Schloss gesichert war.Links neben dem verschlossenen Tor war ein kleines Loch im Zaun, durch welches wir kurzentschlossen durchschlüpften. Schließlich konnten wir Caesar und Kleopatra sozusagen schon riechen. Die Aussicht auf die Bucht von BAIA, aber auch zum LAGO FUSARO und CUMA ist sagenhaft schön. In Deutschland wäre der Anmarsch sicher gut ausgeschildert und mit Reisebussen befahrbar. Eine Ausflugsgaststätte hätte sicher ebenfalls geöffnet. Hier war aber leider alles verschlossen. Nachdem der Landsitz begutachtet war, zogen wir weiter nach BACOLI. Das Grabmal der Agrippina sollte unser nächstes Ziel sein. Kaum im malerischen Hafen von BACOLI angekommen, mussten wir feststellen, dass das Grab, welches nach aktuellen Erkenntnissen tatsächlich ein Theater war, ebenfalls verschlossen war. Eine Nachfrage bei Anwohnern ergab, dass dieses Denkmal immer verschlossen sei, aber wir könnten beim Restaurantbesitzer an der Ecke nachfragen. Dieser hätte einen Schlüssel. Das reichte uns dann. Wir gingen natürlich zum Restaurant, aber nicht um den Schlüssel zu holen, sondern um genüsslich eine Pizza zu verspeisen.
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